Winterfolgen an Außenanlagen beseitigen

Winterfolgen Aufgaben Ratgeber Steine

Der späte Winter eignet sich ideal für die Begutachtung und Instandsetzung von Außenanlagen: Zum einen nehmen Schnee und Frost langsam ab, zum anderen befinden sich Pflanzen noch nicht in der Wachstumsphase. Die Folgen des Winters sind somit gut sichtbar und können rechtzeitig behoben werden, um die Sicherheit und eine gepflegte Optik wiederherzustellen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie bei der Beseitigung von Winterfolgen am besten vorgehen.

1. Schäden an Wegen und Grauflächen beheben

Herbst und Winter bringen eine nass-kalte Witterung mit sich, für die ein Wechsel von Frost- und Tauphasen typisch ist. Materialien von Wegen und befestigten Flächen wie Beton oder Asphalt reagieren auf diese ständigen Temperaturwechsel mitunter empfindlich und können dadurch Schaden nehmen. Oft entstehen haarfeine Risse. Wenn Wasser in Fugen und Risse eindringt, gefriert und wieder auftaut, kann das dazu führen, dass sich Pflastersteine auf Dauer lockern, der Boden darunter aufweicht oder weggespült wird und Steinplatten absacken. Im schlimmsten Fall platzen Steine auf, wenn das Wasser gefriert und sich verdichtet. Unterspülte, lockere oder schiefe Steine mit Abplatzungen stellen – vor allem im Dunkeln – gefährliche Stolperfallen dar. Dort, wo der Bodenbelag absackt, sammelt sich Wasser und es kommt zur Pfützenbildung. Ständige Nässe führt wiederum zu vermehrter Algen- und Moosbildung und damit zu erhöhter Rutschgefahr. Ein besonderes Sturzrisiko entsteht, wenn das Wasser in den Pfützen gefriert.

Um Schäden solcher Art zu beheben, sollte der Grauflächenpflege im Spätwinter besondere Aufmerksamkeit zukommen und Wege sowie befestigte Flächen gründlich auf Risse, Unebenheiten oder Abplatzungen überprüft werden. Betroffene Stellen werden zunächst markiert, bevor in einem zweiten Schritt über den genauen Sanierungsbedarf entschieden wird. Oft reicht es aus, einzelne Steine auszutauschen oder den Bodenbelag kleinflächig auszubessern. Die lockeren oder beschädigten Steine müssen abgenommen und das tragende Bett darunter bei Bedarf aufgefüllt oder ausgeglichen werden, bevor die alten oder neuen Steine auf gleicher Höhe eingesetzt werden.
Ist eine Fugensanierung notwendig, wird das ausgeschwemmte oder brüchige Fugenmaterial entfernt. Danach müssen die Fugen gründlich gereinigt und mit neuem Fugenmaterial gefüllt werden, denn nur so kann es sich richtig mit den Steinen verbinden. Bei der Wahl des Fugenmaterials sollte man darauf achten, dass es zum Bodenbelag sowie dessen Nutzungszweck passt und über sinnvolle Eigenschaften verfügt, z.B. Wasserdurchlässigkeit oder eine Unkraut hemmende Funktion.

Winterfolgen Nachtfrost Problem Beispiel

2. Winterrückstände von Wegen entfernen

Frost, Schnee und Glätte bedeuten Streumittel auf Wegen und Flächen, die wieder entfernt werden müssen. Der private Einsatz von Streusalz ist in den meisten Städten und Kommunen verboten, da es Pflanzen, Tiere und die Umwelt schädigt. Sowohl Naturstein als auch Pflastersteine und Beton erleiden durch Salz erhebliche Schäden und können sich sogar verfärben. Aber auch Streusalz-Alternativen gilt es von Wegen zu entfernen. Bei Schnee und Glätte sorgen Splitt und Granulat für sichere Hauseingänge im Herbst und Winter, doch auf trockenen Belägen rollt er unter den Füßen weg und erhöht so das Sturzrisiko. Vor allem bei barrierefreien Hauseingängen mit Rampen, anderen Gefällen sowie auf Treppen sollte der Splitt deshalb schnellstmöglich entfernt werden.
Ein weiterer Faktor ist das optische Erscheinungsbild, das unter Ansammlungen von Splitt auf den Wegen leidet, die zu verschmutzten Eingangsbereichen führen.

Eine professionelle Gehwegreinigung ist die beste Lösung, um Winterrückstände zu beseitigen: Kleinere und schwer zugängliche Stellen sowie Randbereiche werden mit dem Besen gereinigt, während Kehrmaschinen vor allem großflächigere Bereiche säubern. Zudem gibt es spezielle Geräte zur Nassreinigung, mit denen auch Feinstaub und hartnäckiger Schmutz aufgenommen werden können, ohne die Bodenbeläge und Fugen zu beschädigen. Algen und Moos, die sich als Folge von Nässeansammlungen gebildet haben, gilt es ebenfalls zu beseitigen, um die Sicherheit und eine ansprechende Optik auf Wegen und Flächen wiederherzustellen.
Ein weiterer Vorteil einer Gehwegreinigung durch ein erfahrenes Unternehmen ist, dass automatisch eine fachgerechte Entsorgung der Winterrückstände erfolgt. Splitt und organische Rückstände werden separat aufgenommen und entsorgt und geeignetes Material wiederverwertet.

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3. Winterfolgen an Pflanzen und Grünflächen beseitigen

Ob dicke oder dünne Schneedecke: Gehölze und Sträucher reagieren auf kalte Temperaturen mitunter sehr empfindlich. Eine schwere Schneedecke durch starken Schneefall kann dazu führen, dass Äste abknicken oder abbrechen. Die so entstehenden Wunden machen es Pilzen leicht, ins Innere einzudringen. Bei einer länger bestehenden einseitigen Schneelast können sich die Wurzeln eines Baumes lockern und es kann zu einer Schieflage kommen. Vor allem Bäume im urbanen Raum und in Parks sollten deshalb im Winter und danach auf Schäden kontrolliert werden, um auf Wegen und Straßen die Verkehrssicherheitspflicht zu gewährleisten. Erfrorene und beschädigte Äste sollten durch einen fachgerechten Baumschnitt und Gehölzschnitt entfernt werden. Regelmäßige Form- und Ausbauschnitte helfen dabei, die Baumkrone für künftige Schneelasten besser zu stabilisieren, die Gesundheit des Baumes zu erhalten und Baumfällungen bzw. Baumersatzpflanzungen zu vermeiden.
Innere Frostschäden bei Sträuchern und Gehölzen lassen sich zum Glück leicht erkennen: Typische Symptome sind braun-schwarze Triebe, vertrocknete und brüchige Triebspitzen und matschige Stellen an Trieben, wenn deren Zellen durch den Frost geplatzt sind. Hobbygärtner ritzen die Rinde oft an, um einen Frostschaden festzustellen: Ein solcher liegt vor, wenn das Gewebe darunter braun anstatt grün ist.

Staudenbeeten machen in der kalten Jahreszeit neben Frost und einer dicken Schneeschicht vor allem Staunässe und ein verdichteter Boden zu schaffen. Von Natur aus kälteempfindliche Stauden und Gräser für den Garten sollten deshalb mit einer Schicht Laub, Reisig oder Mulch als Schutz im Wurzelbereich oder alternativ mit Jute oder Vlies abgedeckt werden. Mulch verhindert zudem die Ausbreitung von Unkraut, das Stauden und Gräser schwächen kann. Staunässe führt zu faulen Wurzeln und schlechterem Wachstum. Um dies zu verhindern, kann die Installation eines Drainagesystems in Erwägung gezogen werden. Aber auch die Einbringung von wasserspeicherndem Bodenmaterial und eine mechanische Bodenlockerung als gezielte Maßnahmen zur Bodenverbesserung sind hilfreich. Kaputte Stauden müssen ersetzt werden. Am besten ist, bereits beim Pflanzkonzept frost- bzw. klimaresistente Pflanzen zu wählen, die mit den Boden- und Standortbedingungen gut zurechtkommen.

Bei Rasenflächen hinterlässt der Winter mit kahlen oder braunen Stellen ebenfalls oft deutliche Spuren. Rasengräser werden durch Schnee, Begehung oder Befahrung bei nassem Boden stark belastet. Aufgeweichter Boden verliert schnell seine Struktur, Staunässe greift die Wurzeln an und die Ausbreitung von Moos ist hier ebenfalls Thema. Lücken im Rasen können durch eine Nachsaat wieder geschlossen werden. Es lohnt sich, bei der Wahl der Grassamen auf eine Sorte zu achten, die zur Funktion des Rasens sowie zu den Standortbedingungen passt. Neben einer regelmäßigen

 hilft es, den Rasen – insbesondere Bei Nässe und Kälte – möglichst zu schonen und eine Begehung oder Befahrung zu vermeiden.

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Fazit

Eine Begutachtung von Wegen, befestigten Flächen, Grünflächen und Gehölzen im Spätwinter ist sinnvoll, um Schäden zu erkennen und zu beheben. Wer weiß, worauf er bei der Kontrolle achten muss, stellt jahreszeitlich bedingte Schäden nicht nur schneller fest, sondern kann sie in Zukunft auch effektiver vermeiden. Der Bodenbelag auf Wegen und Grauflächen kann durch die winterlichen Temperaturwechsel vielseitig beschädigt und zur Gefahr werden, weshalb entsprechende Reparatur- oder Ausbesserungsarbeiten schnell erfolgen sollten. Splitt sollte ganzheitlich von Wegen und Plätzen entfernt werden, um das Sturzrisiko zu verringern und das optische Bild aufzuwerten. Pflanzen sollten auf Schäden kontrolliert und beschädigte Stellen entfernt werden. Frostschutzmaßnahmen und eine vorausschauende Planung helfen dabei, Beete und Grünflächen gut durch den Winter und gestärkt in den Frühling zu bringen. Eine professionelle Gehwegreinigung in Kombination mit Winterdienst und Grünflächenunterhaltung, inklusive Grünflächenpflege im Winter durch einen erfahrenen Experten für Garten- und Landschaftsbau zahlt sich in vielen Fällen aus.

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